Sonntagszeilen –
Vom Lesen und plötzlichen Stürmen

Ihr Lieben, auch heute gibt es ein paar Sonn­tags­zei­len von mir. Noch dazu brand­aktu­elle, da ich die­sen Sonn­tag mit Ge­schich­ten star­te, von de­nen ich euch in der letz­ten Woche noch nichts er­zählt habe. In den letz­ten Tagen war ich ein we­nig frustriert, weil so vie­les, das mir wich­tig ist, auf der Stre­cke bleibt. Zum Bei­spiel das Le­sen. Am Donners­tag dach­te ich mir: »Mensch, Jani­ka, es ist der 13. Juni – die Hälfte des Mo­nats ist so gut wie rum – und du hast noch kein ein­zi­ges Buch be­endet, was ist da los?«. Tja, so schnell kann es sich ändern. Drei Tage spä­ter und ich habe be­reits zwei be­endet, chakka! Lasst uns ein­mal an­schau­en, welche Ti­tel ich durch­le­sen konnte. Viel Spaß mit dem Beitrag!

Leseupdate

Seit den letzten Sonn­­tags­­zei­­len habe ich ein Vor­ha­ben tat­säch­lich um­ge­setzt: Ich habe Sher­wood von Mea­gan Spoo­ner be­endet. Tat­säch­lich nicht nur das – ich habe meine kom­plette Lek­türe der letz­ten Woche be­endet und bin frisch in zwei neue Bü­cher ge­star­tet. Zu denen komme ich dann gleich. Zu Sher­wood habe ich be­reits eine Re­zen­sion ver­fasst, die in den nächsten Tagen on­line kommen wird. Aber schon so viel vor­weg: Das Buch konnte mich be­geis­tern, aber nicht zu 100 Pro­zent, was auch voll­kommen okay ist.

Was mich wie­derum voll­kommen be­geis­tern konnte ist Too Much Is Not Enough von Andrew Rannells. Ich bin ein­fach hin und weg von die­sem Buch. Es ist un­glaub­lich inspi­rierend und hat mir hin und wie­der Tränen in die Augen ge­trie­ben. Emo­tio­nal hat mich das Buch ab­so­lut erreicht und ich freue mich schon da­rauf, euch in einer Re­zen­sion Too Much Is Not Enough näher brin­gen zu können.

Das Be­enden der bei­den Bücher plus meine aktu­elle Lektüre lassen mich die­se Woche auf 360 gelesene Seiten kommen. Das ist tat­säch­lich mehr, als ich er­war­tet hätte, denn Hand aufs Herz: Momen­tan komme ich kaum zum Le­sen. Umso mehr freut es mich, dass ich ges­tern einen rich­tig tollen Lese­tag hatte und nicht nur Too Much Is Not Enough be­enden, son­dern auch mit Ma­schinen wie ich an­fan­gen konnte.

Ian McEwan – Maschinen wie ich

maschinen wie ich mcewan

Es war ein Klischee romantischer Liebe, deshalb aber nicht minder schmerzhaft: Je stärker meine Gefühle, desto ferner und unerreichbarer wirkte Miranda.

— S. 101

Ian McEwans neuester Roman fesselt mich bis­her sehr. Die ersten fünf­zig Sei­ten haben mich voll­kommen be­geis­tert. Die da­rauf­folgen­den fünf­zig Sei­ten konn­ten mich etwas weni­ger be­geistern, aller­dings machen sie mir Hoff­nung, dass ich die da­rauf­folgen­den fünf­zig Seiten wieder besser fin­den werde.

In Maschinen wie ich geht es um Char­lie, der sich einen Andro­iden namens Adam zu­legt. Egal ob im engli­schen oder deutschen Klappen­text: Es geht um einen Andro­iden und wie die­ser das Leben der Men­schen be­ein­flusst. Nicht dass das Buch schlecht ist – es fesselt mich wie ge­sagt sehr –, aber da­für dass es um einen Andro­iden geht, kommt der Andro­ide momen­tan noch recht sel­ten vor. Ich wünsche mir mehr Zeit mit Adam!

Meike Winnemuth – Bin im Garten

bin im garten winnemuth

Garten-Gurus zu finden, wie ich es mir für diesen Monat vorgenommen habe, ist in Deutschland nicht ganz leicht.

— S. 46

Bin im Garten habe ich vor nicht einmal andert­halb Wochen bei Sabrina ent­deckt und da­rauf­hin be­schlossen, dass dieses Buch auch in mei­nem Regal nicht feh­len darf. Vor eini­gen Tagen zog es also bei mir ein und ich be­gann di­rekt mit dem Lesen. Mein bis­heri­ges Fa­zit: Tolles Buch, habe das Ge­fühl, es ist wie für mich gemacht.

Allein weil die Auto­rin und ich in der glei­chen Stadt ge­bo­ren sind und sie mittler­weile an der Ost­see lebt, und aus die­ser Ge­gend komme ich ur­sprüng­lich ja auch. Ich fühle mich mit ihr ver­bunden! Aber auch das Buch an sich ge­fällt mir. Es ist un­glaub­lich inte­ressant und ich denke, die meis­ten Gar­ten-Fans dürfte Bin im Garten be­geistern.

Gedankenkrümel

Gerne würde ich euch im Ge­danken­krü­mel von etwas Inte­ressan­tem be­rich­ten, aller­dings passiert momen­tan nichts Spannen­des bei mir. Ich freue mich auch sehr auf die nächsten Wo­chen. Bald stehen für mich näm­lich Fe­rien an. Meine Mama kommt mit mei­ner Schwes­ter zu Be­such, und meinen Liebsten und mich ver­schlägt es nach Pa­ris. In der Schweiz sehen wir vie­le schö­ne Orte und er­leben eini­ge Aben­teuer. Trotz­dem ist es schön, auch mal andere Orte zu be­schnuppern und auch wenn ich schon mal in Paris ge­we­sen bin, habe ich das Ge­fühl, dass ich die Stadt zu­sammen mit meinem Freund wie zum ersten Mal be­rei­sen werde. Das liegt ver­mut­lich da­ran, dass der letzte Be­such fast zehn Jahre her ist.

Gestern hatten mein Liebster und ich noch ein recht lus­tiges Er­leb­nis. Wir saßen gegen 18 Uhr auf der Terrasse, als wir gera­de fer­tig waren mit nervi­ger Gar­ten­ar­beit – Hecken zurück­schnei­den kann sehr an­stren­gend sein. Wir fuhren unsere Mar­kise aus und tranken Sekt in Mar­tini­glä­sern. Es war richtig schön: Wir unter­hiel­ten uns, ge­nossen die warme, etwas schwü­le Abend­luft. Ich be­schloss irgend­wann, dass ich Too Much Is Not Enough noch an diesem Tag be­enden würde, wäh­rend sich Mr. Freund die Zeit mit ande­ren Dingen ver­trieb. 

Es war einer dieser Momen­te, die man zu­sammen ver­bringt, auch wenn man sich mit ande­ren Dingen be­schäftigt und es war wirk­lich schön. Es war alles gesagt, was ge­sagt wer­den wollte. Wir hatten lecker ge­gessen und fühl­ten uns pudel­wohl. Und dann kam auf einmal das hef­tigste Un­wetter, das ihr euch vor­stellen könnt! Wie aus dem Nichts donner­te und blitzte es. Und vor allem stürmte es! Die Stühle lagen in Null­komma­nichts auf dem Bo­den, und die Gieß­kannen und Blu­men­töpfe rollten fröh­lich durch die Ge­gend. Wir hiev­ten schnell alles ins Haus, fuhren die Mar­kise ein und lach­ten über die ab­sur­de Wechsel­haftig­keit des Juni­wetters. Wo­her kam die­ser Sturm bitte? Peony, müsst ihr wissen, mag kein Ge­witter. Die ver­pie­selte sich wäh­rend des Tru­bels di­rekt in den 1. Stock und ver­steckte sich unter dem Wasch­be­cken. Irgend­wie eine lus­tige Si­tu­ation.

Janika Zeilenwanderer Signatur

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Comments

  • Marysol

    Juni 16, 2019 at 12:45
    Antworten

    Ahoi Janika und einen schönen Sonntag! Das Wetter ist momentan wirklich wechselhaft und launisch wie sonst im April... aber ich Wärme und Gewitter liebe, bin ich ganz zufrieden :) Ich habe in den letzten Tagen erfreulich viel Blogarbeit geschafft und bin lesetechnisch auch fast auf dem Neuesten Stand... als nächstes ist "Exit […] Read MoreAhoi Janika und einen schönen Sonntag! Das Wetter ist momentan wirklich wechselhaft und launisch wie sonst im April... aber ich Wärme und Gewitter liebe, bin ich ganz zufrieden :) Ich habe in den letzten Tagen erfreulich viel Blogarbeit geschafft und bin lesetechnisch auch fast auf dem Neuesten Stand... als nächstes ist "Exit now!" dran :) Liebe Grüße, Mary Read Less

    • Janika
      to Marysol

      Juni 21, 2019 at 12:54
      Antworten

      Liebe Mary, ich hoffe, du hast auch einen tollen Sonntag gehabt. Ich habe auch schon oft an den April gedacht, was das wechselhafte Wetter angeht! Es freut mich sehr, dass du so viel erreicht hast, was deinen Blog und Bücher angeht. Viel Spaß weiterhin! Alles Liebe. Janika

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