Marie Lu – Skyhunter

Seitdem ich Warcross von Marie Lu gelesen habe, bin ich ein Fan der Autorin. Als ich erfahren habe, dass Skyhunter ihre nächste Veröffentlichung wird, habe ich das Buch sofort vorbestellt. Ein knappes halbes Jahr später ist das Buch endlich gelesen und ich habe eine Rezension für euch. Viel Spaß mit meinem Beitrag zu Skyhunter.

Worum geht’s in Skyhunter?

A broken world. An overwhelming evil. A team of warriors ready to strike back. Talin is a Striker, a member of an elite fighting force that stands as the last defense for the only free nation in the world: Mara. A refugee, Talin knows firsthand the horrors of the Federation, a world-dominating war machine responsible for destroying nation after nation with its terrifying army of mutant beasts known only as Ghosts. But when a mysterious prisoner is brought from the front to Mara’s capital, Talin senses there’s more to him than meets the eye. Is he a spy from the Federation? What secrets is he hiding? Only one thing is clear: Talin is ready to fight to the death alongside her fellow Strikers for the only homeland she has left . . . with or without the boy who might just be the weapon to save-or destroy-them all.

You only get one chance to move. After that, there is no room for hesitation, no time to rest or regroup or change your mind. Everything – everything – depends on your speed. You take them down fast, or they will take you down.

— S. 15

Meinung

Skyhunter und ich haben einen interessanten gemeinsamen Weg hinter uns. Das Buch begleitete mich einige Wochen. Nachdem mich der Anfang richtig gepackt hatte und bereits das erste Kapitel mit einem ziemlich starken Cliffhanger endet, war ich Feuer und Flamme. Danach kam eine ziemlich lange Phase des neutralen Lesens. Ich fand die Handlung und Figuren okay, aber so richtig mitgefiebert habe ich im Mittelteil des Buches nicht. Dies hat sich später aber wieder geändert und ich habe die Geschichte gespannt beendet.

Die Geschichte baut sich Stück für Stück auf, sodass sich Leser:innen angenehm in die Welt einfühlen und das große Ganze begreifen können. Kleine Details fügen sich und das Puzzle setzt sich zusammen. So manch ein Puzzlestück der Handlung ist meines Erachtens relativ klischeehaft, aber ich denke, dass das für das Genre auch vertretbar ist und irgendwo sogar dazugehört.

Because sometimes the things that cut closest to your heart deserve the weight of being last.

— S. 18

Was vielleicht auch zu Young Adult gehört: Den Figuren wird es an vielen Stellen relativ einfach gemacht. Wirklich in Sorge um Talin und ihre Freunde war ich an keiner Stelle, da die Erzählperspektive dies nicht zulässt. Die jugendlichen Figuren sind die besten Kämpfer:innen, die heftigsten Wissenschaftler:innen und generell ziemlich cool. Sie rocken es einfach, was an und für sich überhaupt nicht schlecht ist. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass diese Erkenntnis dazu beigetragen hat, dass ich ab dem Mittelteil nicht mehr so into it gewesen bin.

Talin ist für mich eine gelungene Protagonistin und ein Charakter, den ich so in anderen Büchern noch nie begegnet bin. Ich finde sie authentisch, interessant und sympathisch. Das Einzige, das ich mich während der Lektüre gefragt habe, ist, was sie als Protagonistin so besonders macht. In den meisten Fällen der Handlung trägt sie nämlich nicht viel zum Geschehen und zur Entwicklung bei. Ich hatte häufig das Gefühl, dass sie vielmehr das Bindeglied zwischen den agierenden Figuren darstellt.

I’m going to beat them, Talin. They think they can take what they’ve learned from the ruins to build their own monsters? I can do it too.

— S. 138

Die anderen Figuren, allen voran Red, finde ich ebenfalls gelungen. Marie Lu macht einen fantastischen Job, indem sie den Figuren Tiefe gibt – auch was die Antagonisten betrifft. Am liebsten hätte ich mir noch ein paar Kapitel aus den Perspektiven von Talins Freunden gewünscht, weil ich sie teilweise spannender fand als Talin selbst.

Die Freundschaft, die sich zwischen Red und Talin entwickelt, nachdem sie sich zunächst als Feinde begegnen, finde ich klasse und hoffe, dass sich in der Fortsetzung vielleicht noch mehr entwickelt. Vielleicht etwas nach dem Motto enemys to friends to lovers? Aber so oder so: Ich finde die Entwicklung großartig, da sich die Figuren zunächst mit Skepsis und Neugier begegnen und langsam Vertrauen aufbauen. Dadurch ist ihre Beziehung authentisch und es hätte für meinen Geschmack ruhig mehr Szenen mit den beiden alleine geben können.

Den Schreibstil finde ich ansprechend und fesselnd. Skyhunter hat definitiv ein sehr düsteres und dystopisches Setting, was Marie Lu voll und ganz rüberbringt. World Building kann diese Frau einfach. Mara ist die letzte Region, die gegen die Karensa Federation kämpft und noch nicht übernommen wurde. Dementsprechend ist Skyhunter eine actiongeladene Geschichte mit diversen Charakteren, die mit ihren Traumata zu kämpfen haben.

Skyhunter ist eine unterhaltsame, wenn auch recht klischeebehaftete Geschichte. Auch wenn sich der Mittelteil meines Erachtens gezogen hat, hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Janika Zeilenwanderer Signatur

Eckdaten: Marie Lu – Skyhunter – Macmillan USA – 2020 – 384 Seiten – 17,49 €

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