Ihr Lieben, bereits am Mittwoch habe ich euch mit einem ziemlich langen Interview einige Einblicke in den Schreiballtag von Katharina Mittmann – der Autorin von Campus Love – geben können. Doch neben dem Schreiben und Katharinas Alltag haben mich auch das Schreiben von Campus Love selbst und ihre Gedanken zu den Figuren interessiert. Deswegen gibt es heute den zweiten Teil des Interviews, der sich diesen Themen widmen wird. Viel Spaß mit dem Beitrag!
Ich könnte hier jetzt schreiben, dass eine musikbesessene Kickboxerin einen tätowierten Künstler trifft und sie sich ineinander verlieben. Aber dass es eine Lovestory ist, ist ja sowieso klar, also probiere ich es mal anders. Lauren & Cole ist eine Geschichte über zwei Menschen, die wahnsinnig gut alleine klarkommen, aber lernen, dass das gar nicht so sein muss, dass es okay ist, nicht immer alles alleine zu stemmen, und dass sie das nicht weniger eigenständig oder gar schwach macht und davon abhält, ihren eigenen Weg zu gehen, ganz im Gegenteil.
Lauren: willensstark, einfühlsam, musikbesessen.
Cole: kreativ, loyal, cool. (Ja, cool beschreibt ihn ziemlich gut.)
Lauren und Cole sind, obwohl sie sehr offen, locker und selbstbewusst wirken, beide sehr verschlossene Persönlichkeiten, die kaum über die Dinge reden, die sie wirklich bewegen. Ihre Probleme machen beide auf ihre Art und Weise mit sich selbst aus und sie lassen kaum jemanden hinter ihre Fassade blicken. Und selbst wenn sie das tun, lassen sie nicht zu, dass andere sie unterstützen. Da sie da recht ähnlich ticken, entwickeln sie ziemlich schnell ein tieferes Verständnis füreinander. Und da sie auch beide hilfsbereit und loyal sind, unterstützen sie den jeweils anderen in schwierigen Situationen auf eine Weise, die sie gut annehmen können. Sie drängen sich einander nicht auf, sondern bieten sich gegenseitig den Freiraum, füreinander da zu sein, und akzeptieren auch, wenn der andere (noch) nicht bereit ist, über etwas zu reden. Sie verstehen beide, dass manche Dinge Zeit brauchen, bis sie ausgesprochen werden können.
Unspektakuläre Antwort: Der Verlag meinte, dass sie es toll fänden, wenn die Geschichte an einem College der Ivy League spielen könnte, und dann hab ich mir die Brown ausgesucht. Yale und Harvard waren auch in der näheren Auswahl, aber die Brown ist es dann geworden, weil Providence mir als Stadt sympathisch war. Da ich noch nie da war, habe ich mich hauptsächlich mithilfe von Follow me arounds auf YouTube und sehr vielen Bildern auf Pinterest darauf vorbereitet.
Nein, ich sehe Cole nicht als Bad Boy, verstehe aber, wenn man ihn in diese Schublade einsortiert. Für mich ist Cole zu ehrlich und aufrichtig, um ein Bad Boy zu sein – er würde zum Beispiel nie eine Frau verarschen oder ihr irgendwelche Lügen erzählen, um sie ins Bett zu kriegen. Er sagt von Anfang an, was Sache ist, und ist immer respektvoll. Aber er ist zu Beginn eben nur der Kerl für eine Nacht, mehr will er nicht und das kommuniziert er auch. Ganz davon abgesehen verhält Lauren sich ja nicht anders.
Ich habe mich für diesen Einstieg entschieden, weil er gut zu den Figuren passt. Sie halten beide nicht viel von festen Bindungen und sind erst recht nicht auf der Suche danach, sondern wollen nur ein bisschen Spaß zusammen haben. Und ehrlich, wie oft läuft es wirklich so? Ich finde es genauso realistisch, wenn die Figuren sich erst körperlich näherkommen und danach langsam anfangen, sich kennenzulernen und ineinander zu verlieben, wie wenn es andersrum abläuft. Das Motto bei den beiden war: It’s beauty that captures your attention, personality which captures your heart.
Puh, das ist echt schwierig zu beantworten, vor allem, da es einfach so unglaublich viele gute Bücher in dem Genre gibt … Und sie alle greifen auch Themen auf, die ich in Campus Love ebenfalls aufgreife. Klar, Lauren und Cole sind eher außergewöhnliche Protagonisten, sie sind beide recht alternativ und entsprechen nicht unbedingt der Norm. Aber ehrlich, das gibt es in anderen Büchern auch.
Ich lege viel wert auf Charakterentwicklung und dass die Gefühle langsam und nachvollziehbar entstehen, anstatt die Handlung rasant voranzutreiben. Aber auch das tun andere Bücher. Ich vermeide toxische Beziehungselemente und schreibe das, was ich gerne als Consent Romance bezeichne. Aber – auch hier wieder – das tun andere Bücher auch. Und die Themen, die Lauren und Cole jeweils für sich bewältigen müssen, sind auch keine, die es noch nie vorher gab. Die Einzelteile der Geschichte sind also nicht neu, aber die Art, wie ich die einzelnen Facetten zusammengefügt habe, hoffentlich schon.
Ja, auf jeden Fall. Ich möchte Geschichten erzählen, die so wirklich passieren könnten. Außerdem liegt es mir einfach nicht, Themen künstlich aufzubauschen, ich glaube, mir fehlt dazu ein Gen oder so.
Ja.
Nein, aktuell haben sie nichts mit Campus Love zu tun, aber es ist wieder New Adult.
Katharina: Für mich als Autorin ist diese Frage echt schwer zu beantworten. Natürlich liebe ich die Geschichte und finde besonders Lauren und Cole als Figuren sehr einzigartig, aber dennoch tue ich mich schwer damit, eine passende Antwort abzuliefern. Darf ich sie dir zurückspielen und du beantwortest sie für mich? Also, warum sollte man Campus Love auf jeden Fall lesen, Janika?
Janika: Hmm, dass ich Campus Love total klasse finde und möchte, dass das Buch von besonders vielen Menschen gelesen werden soll, zeigt ja schon alleine die Tatsache, dass ich dieses Interview mit dir gemacht habe. Da meine Rezension zur Geschichte aber bereits ein einziger Lobgesang ist, würde ich geschickt auf sie verweisen und sagen, dass ihr sämtliche Gründe, warum ihr Campus Love lesen solltet, in ihr findet.
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Hallo Janika, die Idee mit dem Autoren-Interview ist eine wirklich tolle Sache! Mir hat dieser Teil noch besser gefallen als der erste, weil die Autorin sich ganz explizit auf das Buch und die Figuren bezieht. Liebe Grüße in die Schweiz!
Hey du, dankeschön! Das freut mich sehr zu hören. Ich mag diesen Teil des Interviews auch etwas lieber, weil er mit den Bezug auf die Figuren spannender ist 🙂 Alles Liebe zurück nach Deutschland =)
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10 Fragen an Katharina Mittmann und »Campus Love«
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Lauren & Cole ist der zweite Band der Campus Love-Reihe. Wie würdest du die Geschichte in einem Satz beschreiben?
Und die Figuren? Wie würdest du Lauren und Cole in drei Wörtern beschreiben?
Was macht die Beziehung von Lauren und Cole so besonders? Inwiefern ergänzen sie sich deiner Meinung nach und wieso passen sie so gut zusammen?
Campus Love spielt an der Brown University in Providence. Wieso hast du dich für dieses Setting entschieden?
Coles erstes Auftreten in Lauren & Cole empfand ich beinahe ein wenig oberflächlich, da er quasi nur an das Eine denkt. Im New Adult Genre ist es ja häufig so, dass der Protagonist zunächst als tougher Bad Boy auftritt, furchtbar attraktiv ist und ein wenig arrogant wirkt. Siehst du Cole als Bad Boy und wieso hast du dich für diesen Einstieg in die Geschichte entschieden?
Was glaubst du, wie sich Campus Love: Lauren & Cole von anderen Büchern des Genres unterscheidet? Was macht die Geschichte besonders?
Ich empfand den ersten und den zweiten Band von Campus Love als überraschend ruhig und angenehm, da die Geschichten ohne künstliche Dramen auskommen. Ist es dir wichtig, die Figuren und Handlungen nah an der Realität zu halten?
Arbeitest du schon an neuen Projekten?
Haben diese Projekte mit Campus Love zu tun oder probierst du dich an etwas komplett Neuem aus?
Und zum Abschluss: Wieso sollte man Campus Love auf jeden Fall lesen?
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