Sonntagszeilen –
Von New York und einem Schweizer Buchpreis

Hallo ihr Lieben, und herz­lich will­kommen zu einer neu­en Runde Sonn­tags­zei­len. Momentan kommen die Sonntagszeilen gefühlt nur alle zwei Wochen, aber immerhin kommen sie, das ist super. Letzte Woche fielen sie aus, da ich in Berlin auf der Loveletter Convention gewesen bin. Das Wochenende war ein absoluter Traum und ich freue mich schon darauf, euch in einem separaten Beitrag von den Tagen in Berlin zu erzählen. Da die Anreise nach Berlin mit einigen Stunden am Flughafen verbunden war, dachte ich, ich würde in den letzten Tagen viel lesen. Tja, falsch gedacht! Schauen wir uns einmal an, was ich gelesen habe.

Leseupdate

Weil das letzte Leseupdate schon zwei Wochen her ist, sage ich noch kurz etwas zu den beendeten Büchern, falls ihr meinen Wrap Up nicht mitbekommen habt. Wobei es lediglich ein beendetes Buch ist, wie ich gerade merke: Lass mich nicht los von Sarah Alderson. An manchen Stellen war das Buch ein wenig kitschig, aber ich mochte es alles in allem total gerne. Es ist genau die Art Geschichte, die ich gerade lesen möchte: lockerflockig mit etwas Tiefgang und tollen Figuren.

In den letzten Wochen habe ich 562 Seiten gelesen. Die Zahl überrascht mich gerade selbst etwas, da ich das Gefühl habe, gar nicht wirklich zum Lesen gekommen zu sein. Aber hey, die Zahl freut mich auf jeden Fall! Also nun zu dem interessanten Teil: Was lese ich zurzeit?

Andrew Rannells – Too Much Is Not Enough

andrew rannells too much

There were certainly several moments in my first years in New York, weak moments, moments like the one at the end of the last chapter, when I wondered if I had made the right choice in moving there.

— S. 139

Das liebste Buch, das ich gerade lese ist Too Much Is Not Enough von Andrew Rannells. Rannells ist ein amerikanischer Musicaldarsteller und Schauspieler, und seitdem ich das Musical The Book of Mormon kenne, bin ich ein riesiger Fan von Andrew Rannells. Umso glücklicher war ich, als ich entdeckte, dass er an einem Buch schreibt, das diesen März erschienen ist.

In dem Buch erzählt Andrew Rannells von seinen ersten Jahren in New York und auch aus seiner Kindheit, was beides unglaublich spannend und unterhaltsam ist. Er schreibt einfach genau so wie er spricht, was mir sympathisch ist. Ich mag den Kerl einfach und dieses Buch zu lesen ist wie ein Gespräch mit ihm. Er plaudert aus dem Nähkästchen und teilt Erinnerungen aus der Zeit, bevor er erfolgreich wurde. Außerdem bekommt man eine äußerst interessante Perspektive auf New York. Man erlebt die Stadt nicht so wie man sie aus Serien und Filmen kennt.

Dass Andrew Rannells von seinen ersten Erfahrungen in New York berichtet, war auch der Grund, weshalb er sich zum Schreiben der Memoiren entschied. Er kritisierte nämlich, dass jedes Mal, wenn er von jemandem vorgestellt wurde, nur von seinen Erfolgen berichtet wurde: Es wirkte, als würde bei Andrew Rannells immer alles am Schnürchen laufen. Doch das war nicht der Fall und Leser erfahren nun, wie er an den Broadway kam und was für Steine ihm dabei in den Weg gelegt wurden.

Meagan Spooner – Sherwood

sherwood meagan spooner

Marian hit the ground with a breath-shattering thud. Instinct took over and she rolled as something hit the leaf litter next to her – another body, or a blade, or even Jonquille, she could not tell.

— S. 400

Dass ich Sherwood bereits vor zwei Wochen gelesen habe, erscheint mir gerade ganz verrückt. Ich habe in der letzten Woche so gut wie gar nicht mehr in dem Buch gelesen – fragt mich nicht, wieso, ich weiß es selber nicht –, obwohl ich bereits auf den letzten Seiten bin. Die beiden Mädels, mit denen ich den Buddyread gemacht habe, sind bereits durch mit der Lektüre und ich habe schon beinahe ein schlechtes Gewissen, dass ich es noch nicht geschafft habe, das Buch zu beenden.

Kurzes Feedback zum Buch selbst: Es gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich mag den Schreibstil der Autorin und ich finde auch die Figuren klasse. Das Einzige, das mich zwischenzeitlich etwas gestört hat, sind die Längen. Manchmal ist einfach etwas zu wenig passiert und ich hätte mir ein bisschen mehr Action gewünscht. Aber das ist wirklich nur ein ganz, ganz kleiner Kritikpunkt. Sherwood macht mir trotzdem noch unglaublich Spaß und ich möchte euch hiermit offiziell ankündigen: In den nächsten Sonntagszeilen werde ich dieses Buch beendet haben.

Gedankenkrümel

Den heutigen Gedankenkrümel möchte ich nutzen, um euch auf einen Schweizer Jugendbuchpreis aufmerksam zu machen. Wer mir auf Instagram folgt, hat sich vielleicht schon meine Story zu dem Thema angeschaut, aber aktuell läuft der Bookstar, an dem ihr gerne teilnehmen könnt. Es ist wie gesagt ein Schweizer Jugendbuchpreis und das Coole: Da es um Jugendbücher geht, richtet sich der Bookstar direkt an Jugendliche.

bookstar

© bookstar.ch

Der Preis wird nicht wie üblich von einer Jury vergeben, die aus Erwachsenen besteht. Jeder, der über zwölf Jahre alt ist, kann sich auf der Website des Bookstar anmelden und direkt mitmachen. Einfach die Titel bewerten, die ihr schon gelesen habt und schon seid ihr aktiv beim Bookstar dabei und könnt mit dazu beitragen, wer den Literaturpreis im September gewinnt!

Insgesamt wurden zwanzig Titel für den Bookstar nominiert. Die Auswahl an Büchern würde ich als kunterbunt beschreiben. Es gibt Bestseller von Colleen Hoover und Ava Reed in der Liste, aber auch Titel, von denen ich noch gar nichts gehört habe – zum Beispiel »Erwischt!« von Katja Alves. Genretechnisch ist die Longlist ebenfalls gut durchwachsen: Fantasy, Romance, Heldengeschichten oder auch Krimis für Heranwachsende sind dabei.

Longlist 2019

  1. Morton Rhue – American Hero
  2. Maja Lunde – Battle
  3. Nathalie E. Anderson – City of Thieves
  4. Claudia Rinke – Die Braut
  5. Ava Reed – Die Stille meiner Worte
  6. Colleen Hoover – Die tausend Teile meines Herzens
  7. Katja Alves – Erwischt!
  8. Jason Reynolds – Ghost
  9. Cleo Leuchtenberg – I Love You heißt noch lange nicht Ich Liebe Dich
  10. Annette Mierswa – Instagirl
  11. Tracy Banghar – Iron Flowers
  12. Katja Brandis – Khyona
  13. Colleen Hoover, Tarryn Fisher – Never Never
  14. Karen M. McManus – One Of Us Is Lying
  15. Michèle Minelli – Passiert es heute? Passiert es jetzt?
  16. Bianca Iosivoni – Sturmtochter
  17. Ursula Poznanski – Thalamus
  18. Marie Lu – Warcross
  19. Kristina Aamand – Wenn Worte meine Waffe wären
  20. Leigh Bardugo – Wonder Woman

Beim Bookstar mitmachen, geht wie gesagt sehr einfach und ihr habt auch noch etwas Zeit für die Teilnahme. Bis zum 30. September habt ihr noch die Chance, nominierte Titel zu lesen, zu bewerten und mit Glück auch etwas zu gewinnen! Zu gewinnen gibt es dabei einen Gutschein im Wert von 250 Franken. Ich würde also sagen, dass es sich definitiv lohnt. Allein schon weil es ein Jugendliteraturpreis speziell für Jugendliche ist.

Habt ihr schon beim Bookstar mitgemacht und Titel der Longlist gelesen? Ich habe bisher drei Titel gelesen, zwei ungelesene schon im Regal stehen und noch ganz viele auf meiner Wunschliste.

Janika Zeilenwanderer Signatur

– Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Schweizer Jugendliteraturpreis Bookstar entstanden. –

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Comments

  • Felicitas

    Juni 11, 2019 at 10:35
    Antworten

    Liebe Janika, von "Sherwood" hast du mich ja bereits überzeugt, jetzt machst du mich auch noch total neugierig auf "Too Much Is Not Enough"! Muss man sich das Buch als eine Art Autobiographie vorstellen? Oder kann man es eher wie einen Roman lesen? Es klingt auf jeden Fall sehr sympathisch! Viele Grüße Felicitas

    • Janika
      to Felicitas

      Juni 12, 2019 at 13:44
      Antworten

      Liebe Felicitas, das freut mich zu hören. Hmm, es ist schon etwas wie eine Autobiographie, aber auch nicht wirklich. Es gibt Kapitel, die sich mit bestimmten Themen im Leben von Andrew Rannells beschäftigen. Das Buch ist aber nicht chronologisch aufgebaut, überspringt auch gerne mal eine gewisse Zeit. :) Ein Roman […] Read MoreLiebe Felicitas, das freut mich zu hören. Hmm, es ist schon etwas wie eine Autobiographie, aber auch nicht wirklich. Es gibt Kapitel, die sich mit bestimmten Themen im Leben von Andrew Rannells beschäftigen. Das Buch ist aber nicht chronologisch aufgebaut, überspringt auch gerne mal eine gewisse Zeit. :) Ein Roman ist es aber definitiv nicht :) Alles Liebe. Janika Read Less

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