Anna Godbersen – Scandal: Die Prinzessinnen von New York

Ihr Lieben, ihr wisst ja, dass ich mir für die­ses Jahr vor­ge­nommen habe, meinen Sub zu ver­klei­nern und bis da­hin keine Bü­cher mehr zu kau­fen. Ich freue mich sehr auf diese Challenge und auf all die un­gele­se­nen Bücher in mei­nem Re­gal. Damit ich diese He­raus­forde­rung aber voll­ends ge­nie­ßen kann, möch­te ich zu­nächst die Bü­cher lesen, bei de­nen eine Re­zen­sion an­steht, da es sich um Re­zen­sions­exem­pla­re han­delt. Das heuti­ge Buch ist so eins und ich bin froh, dass ich es nun als ge­le­sen ver­bu­chen kann. Eine Sa­che macht mich nur trau­rig: Die Ge­schich­te hat mir so gut ge­fallen, dass ich gerne die Fort­setzun­gen le­sen möch­te und da ich die noch nicht im Re­gal stehen habe, muss ich wohl war­ten, bis die Sub-Challenge be­endet ist. Argh! Aber ok, viel Spaß mit dem Bei­trag zu Scandal: Die Prin­zessinen von New York

Worum geht’s in Scandal: Die Prinzessinnen von New York?

Mädchen, die in schönen Klei­dern nächte­lang fei­ern. Junge Männer mit ver­führe­ri­schem Lächeln und ge­fähr­li­chen Ab­sich­ten. Das ist die Welt, in der Eli­za­beth und Dia­na Holland leben. Eine Welt voller Luxus und Ver­gnü­gen, aber auch In­tri­gen und Verrat. Denn in der High Society Man­hattans kann ein Skan­dal den Aus­schluss be­deu­ten. Eigentl­ich kennen die Schwes­tern die Spiel­re­geln, an die sie sich hal­ten müssen. Doch als ihre Mutter ih­nen ein Ge­heim­nis offen­bart, wird den Mäd­chen klar, dass sich ihr Leben bald voll­kommen ver­ändern könn­te. Und nun muss Eli­za­beth mehr denn je fürch­ten, dass ihre ver­bote­ne Liebe zu dem mittel­losen Will ent­deckt wird, denn dann wäre nicht nur ihre Zu­kunft, son­dern auch die ihrer Fami­lie für immer ruiniert …

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Meinung

Ich liebe die Serie Gossip Girl und als ich mit­be­kommen habe, dass Scandal von Anna God­bersen bei LYX er­scheint, musste das Buch bei mir ein­zie­hen. Diese Ge­schich­te wird näm­lich mit Gossip Girl ver­gli­chen, aller­dings mit dem Un­ter­schied, dass die Hand­lung im New York von 1899 spielt und nicht in den 2000ern. Zwar be­glei­ten Lese­rinnen und Leser auch in Scandal die New Yorker High So­ciety, doch wer­den die Unter­schie­de, die die Zeit eben mit sich bringt, schnell klar.

Anna Godbersen trifft meiner Mei­nung nach den Ton der Zeit ganz gut. Der Roman liest sich tat­säch­lich ein we­nig alt­modisch und gera­de was die Kleidung und Sitten an­ging, muss­te ich ein bisschen schmunzeln. In der Zeit, in der Scandal spielt, ist ein ein­zi­ger Kuss mit einer Per­son schon ein Un­ding, das für größ­te Em­pö­rung sorgt. Ich glaube, ent­we­der mag man Ge­schich­ten dieser Zeit oder man mag sie nicht. Dem­ent­spre­chend gut wird einem Scandal gefallen.

Einstieg und Figuren

Mir persönlich fiel der Ein­stieg in die Ge­schich­te nicht ganz leicht. Direkt zu Be­ginn be­geg­nen dem Leser eine Viel­zahl von Fi­gu­ren, was bei mir da­für sorgte, dass ich den Über­blick ver­lor und kaum noch wusste, um wen es über­haupt geht. Zum Glück legte sich das aber nach ei­ni­gen Kapi­teln und ich kam mit den meis­ten Namen gut zu­recht.

Die Kapitel werden aus unter­schied­li­chen Pers­pek­tiven er­zählt, so­dass sich der Leser einen gu­ten Über­blick über die Ge­dan­ken sämt­li­cher Fi­guren machen kann. Wobei wohl zu er­wäh­nen ist, dass dies alles aus der dritten Er­zähl­pers­pek­tive ge­schieht. Mich hat das je­doch nicht ge­stört und ich fand die Ge­dan­ken­gänge der Fi­gu­ren sehr inte­ressant. Ich lernte die Gu­ten und die Bö­sen kennen und war mitten drin im Intri­gen­netz der New Yorker High Society.

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Im Vordergrund stehen die Schwes­tern Eli­za­beth und Diana Holland, die beide enor­men Druck aus­ge­setzt sind. Um der Fami­lie zu helfen, soll Eli­za­beth reich hei­raten, doch diese hat ihren eige­nen Kopf und Ziele für die Zu­kunft. Beide Schwes­tern haben mir gut ge­fallen und ich habe die Zeit mit ihnen sehr ge­nossen. Ganz sym­pa­thisch waren mir beide nicht, aber ich glaube, das liegt ein­fach an der High Society.

Ähnlich wie bei Gossip Girl haben die Fi­gu­ren alle ihre Licht- und Schatten­seiten, so­dass man einer­seits mit ihnen mit­fie­bert und sie ande­rer­seits auch nicht ganz ins Herz schlie­ßen kann. Für mich machte diese Ab­wechs­lung – gerade in puncto Er­wartun­gen ge­recht werden – das Lesen inte­ressant.

Konzept

Ich glaube, das Wort Konzept hatte ich noch nie als Über­schrift in einer mei­ner Re­zen­sionen, hier passt es aber. Denn ich weiß nicht, wie ich den Auf­bau von Scandal anders be­titeln soll. Ich hatte ja schon er­wähnt, dass ich gera­de zu Be­ginn des Ro­mans eini­ge Proble­me mit der An­zahl an Fi­gu­ren hatte. Hier hat mir der Pers­pek­tiven­wechsel nicht ge­hol­fen, da man als Leser von einer Per­son zur nächsten ge­schubst wird.

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Betrachtet man nach der Lek­türe jedoch das gro­ße Ganze ist diese Art des Er­zäh­len sinn­voll. Anna God­bersen hat damit ein klei­nes Meis­ter­werk ge­schaffen, auch wenn man sich wäh­rend des Le­sens doch fragt, wieso es die­se klei­nen Kapi­tel gibt, die irgend­wie so nicht­sagend sind, und über de­ren Fi­gu­ren man eigent­lich gar nichts wissen will, zum Bei­spiel wenn ein Ka­pi­tel aus der Sicht einer Zofe ge­schrie­ben wird.

Alles in allem baut Anna God­bersen so je­doch ein mäch­ti­ges Ge­rüst auf, was viel Spaß bringt. Liebe, Verrat, Intri­gen und Neid sind The­men, die Scandal aus­machen. Ich kann je­dem Scandal ans Herz legen, der Gossip Girl mag und be­reit ist, einen Roman zu lesen, der zur Jahr­hun­dert­wende spielt.

Eine spannende Lektüre, die Leserinnen und Leser in eine ganz andere Welt und Zeit eintauchen lässt. Ein historischer Roman mit modernem Touch, der an Gossip Girl erinnert.

Janika Zeilenwanderer Signatur

Eckdaten: Anna Godbersen – Scandal: Die Prinzessinnen von New York (übersetzt von Franziska Weyer) – LYX – 2019 – 384 Seiten – 12,90 € – Herzlichen Dank an Lyx für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

– Du hast Lust auf mehr Geschichten mit Intrigen? Vielleicht wäre dieses Buch auch etwas für dich! –

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