Sonntagszeilen:
Zum siebtletzten Mal aus Bremen

Hallo ihr Lieben, wow, nach fast einem gesamten Monat, in dem es keine Sonntagszeilen gab, gibt es sie heute wieder. Endlich! Ich habe sie wirklich vermisst. Als Blogger hat man irgendwie seine ganz eigene Alltagsroutine und wie bei einem anderen zu bestimmten Zeiten am Abend das Fußballtraining oder Ähnliches ansteht, hat man auch als Blogger seine kleinen Rituale. Bei mir gehört dazu unter anderem, sich jeden Sonntagmorgen an den Laptop zu setzen und die Sonntagszeilen frisch zu tippen. Es ist mein liebster Tag und meine liebste Zeit zum Bloggen. Durch den Urlaub in den letzten zwei Juliwochen fiel diese Routine leider aus und ich bin unglaublich froh, heute wieder ein Leseupdate und einen schönen Gedankenkrümel zu präsentieren. Viel Spaß beim Lesen!

Leseupdate

Bianca Iosivoni – Sturmtochter: Für immer verboten

bianca iosivoni sturmtochter ravensburger

Zwei Tage später saß ich auf dem Schulparkplatz in meinem Jeep und starrte auf meine Hände. Sie umklammerten das Lenkrad so fest, dass die Knöchel weiß hervortraten.

— S. 232

Um dieses Buch ist man in den vergangenen Wochen auf den Social Media Kanälen ja gar nicht rumgekommen. Ich, wie ihr seht, auch nicht. Bevor ich mit Sturmtochter: Für immer verboten angefangen habe, habe ich nur Gutes über das Buch gehört: der großartige Schreibstil der Autorin, das bildhafte Setting in Schottland und dazu eine spannende Handlung mit interessanten, authentischen Figuren.

Bis auf die spannende Handlung kann ich bisher allem zustimmen. Besonders was das Setting betrifft. Schottland steht sehr weit oben auf meiner Bucket List und so wie Bianca Iosivoni das Land beschreibt, stelle ich mir Schottland vor. Was mich momentan leider etwas hindert, das Buch in einem Rutsch durchzulesen, ist, dass es sich an manchen Stellen arg zieht. Ich bin nun erst bei der Hälfte des Romans und habe Hoffnung, dass sich das noch ändern wird und mich Sturmtochter bald genauso begeistern wird, wie viele andere bereits.

Anne Reinecke – Leinsee

anne reinecke leinsee diogenes

Das Internat, auf dem Karl neun Jahre verbracht hatte, war ein berühmtes Elitegymnasium. Schon zu Karls Einschulung in Leinsee hatten ihm die Eltern angekündigt, ihn später, wenn er groß genug wäre, dorthin zu schicken.

— S. 44

Leinsee lag viel zu lange ungelesen in meinem Bücherregal. Erinnert ihr euch an meinen Beitrag zu meiner Urlaubslektüre? Wenn ja, erinnert ihr euch sicherlich auch an folgende Aussage: Ich nehme unwahrscheinlich viele Bücher mit in den Urlaub, ganz nach dem Motto lieber zu viel als zu wenig und ich werde es nicht schlimm finden, wenn ich mit einigen ungelesenen Exemplaren zurückkomme. Alles in Ordnung, Hauptsache es ist nicht »Leinsee«. Tja, dreimal dürft ihr raten, welches Buch ich zuhause vergessen habe …

Nun komme ich also erst jetzt dazu, Leinsee zu lesen und bisher gefällt es mir sehr gut. Irgendwie herrscht in diesem Buch eine ganz besondere Stimmung, die ich bisher noch nicht in Worte fassen kann. Der Ausdruck ist fantastisch. Mehr kann ich bisher nicht zu Leinsee sagen. Dafür bin ich noch nicht weit genug. Ich freue mich auf die weiteren Lesestunden!

Hörbuch: Patrick Rothfuss – Die Furcht des Weisen

Neben diesen zwei Werken höre ich zurzeit noch Die Furcht des Weisen von Patrick Rothfuss, wobei es sich um die Fortsetzung von Der Name des Windes handelt. Ich bin absolut gefangen in dieser Welt und bin Kvothes größter Fan. Ich wünschte, es würde mehr Bücher wie die Werke von Patrick Rothfuss geben. Wisst ihr, wovor ich mich fürchte? Vor dem Ende von Die Furcht des Weisen, denn ganz im Stil von George R. R. Martin ist Patrick Rothfuss ebenfalls einer jener Autoren, die Jahre brauchen, um Bücher zu beenden. Ich weiß bereits jetzt, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Kvothes Geschichte weitergeht. Dass der Autor auf seinem Blog immer wieder betont, dass es mit dem Schreiben nicht gut läuft und er selbst davon ausgeht, dass der nächste Band erst 2025 erscheint, weil ständig andere Dinge dazwischen kommen, macht mich sehr traurig. Ich brauche das Buch doch direkt im Anschluss!

Gedankenkrümel

So, der Gedankenkrümel! Wo fange ich denn an? Es gibt so viel, das derzeit in meinem Leben passiert. Vielleicht fangen wir chronologisch an und beginnen mit dem Urlaub? Ich war in den letzten zwei Juliwochen mit meinen Eltern in der schwäbischen Alb, was wunderschön war. Streng genommen kann man jeden Tag gut zusammenfassen: Nach dem Frühstück ging es los zu unserem Tagesausflugsziel, am späten Nachmittag waren wir wieder auf dem Campingplatz und haben den Tag gemütlich (und mit schönen Büchern) ausklingen lassen, bevor es am nächsten Tag wieder von vorne losging.

Ich kann euch die schwäbische Alb als Reiseziel auf jeden Fall empfehlen. Die Landschaft ist ein Traum und es gibt so vieles zu entdecken. Ich denke, es wird auch den ein oder anderen Weltenwanderer-Beitrag zu dem Urlaub geben! Erstmal muss aber Irland abgeschlossen werden, wo ja peinlicherweise erst ein einziger Beitrag zu online ist. Das möchte ich in den nächsten Wochen unbedingt ändern!

römerstein römersteinberg schwäbische alb

Die Sehnsucht nach ein wenig Struktur & Ruhe

Seit der Urlaub vorbei ist und ich wieder in Bremen bin, steht die Welt ein wenig Kopf bei mir. Jetzt, wo ich nicht mehr arbeiten gehe, hatte ich erwartet, den Umzug in die Schweiz gemütlich planen zu können und gleichzeitig viel Zeit für meine Hobbies, Freunde und den Blog zu haben. Tja, Fehlanzeige. Ich habe seit drei Wochen keinen einzigen Blogbeitrag von meinen liebsten Bloggern gelesen, Gitarre und Co verweilen verstaubt in der Ecke und seit einer Woche habe ich genau eine Person getroffen, mit der ich geredet habe – so viel zu sozialen Kontakten.

Bei mir steht gerade unwahrscheinlich viel an, weil mein Liebster und ich nun endlich ein neues Zuhause in der Schweiz gefunden haben. Ein kleines Reihenhaus im Seeland im Kanton Bern wartet auf uns und ich freue mich unglaublich darauf. Eine Auswanderung ist leider nur mit ordentlich viel Arbeit verbunden und wenn unser Plan – Ende September das Haus in Bremen aufzugeben und endgültig auszuwandern – aufgehen soll, bedeutet das eine gute Planung und viel Struktur. Und da bin ich gerade dabei. Mein Alltag ist eine Mischung aus extremen Hausputz, Renovierung, Sachen aussortieren und der Suche nach Nachmietern, damit wir früher aus dem Mietverhältnis aussteigen können.

Platz für schöne Dinge im Alltag schaffen

Gleichzeitig möchte ich aber auch noch schöne Dinge in meinen Alltag einbinden und vor allem das traumhafte Wetter genießen können. Ich bin ein absoluter Sommermensch. Wo andere Personen in der Hitze schmelzen und sich drinnen verkrümeln, liege ich am liebsten draußen unterm Sonnenschirm und lese. Ich würde am liebsten den ganzen Tag am Werdersee liegen und jederzeit ins kühle Nass springen. Ich tue es aber nicht, weil die Prioritäten gerade einfach woanders liegen. Und leider gilt dies auch für den Blog. Dennoch möchte ich dies in der kommenden Woche ändern.

In der vergangenen Woche habe ich meine Zeit nur für die oben genannten Dinge genutzt und war froh, wenn ich abends auf der Couch hing und mich mit Netflix berieseln lassen konnte. Diese Woche soll das anders sein und ich möchte ganz bewusst Platz für die schönen Dinge im Alltag schaffen: lecker kochen, sonnen, lesen, raus kommen, Blogarbeit! Damit verabschiede ich mich also in die neue Woche. Lasst sie gut werden und genießt sie!

Janika Zeilenwanderer Signatur

4 comments
16 likes
Letzter Post: Mit tollen Neuerscheinungen in den AugustNächster Post: Beck Nicholas – Remember the Fun

Related posts

Comments

  • Daniela | Livricieux

    August 5, 2018 at 19:44
    Antworten

    Ich möchte mir irgendwie gar nicht vorstellen, was so eine Auswanderung alles mit sich bringt, mir reicht es dann schon, wenn ich nächsten Sommer 800 Meter weiter zügeln darf... 😂 Aber schön darf ich meine Tomatensetzlinge dann im Berner Seeland abholen kommen, es ist nämlich richtig schön dort. 😊 Grüessli, Daniela PS: […] Read MoreIch möchte mir irgendwie gar nicht vorstellen, was so eine Auswanderung alles mit sich bringt, mir reicht es dann schon, wenn ich nächsten Sommer 800 Meter weiter zügeln darf... 😂 Aber schön darf ich meine Tomatensetzlinge dann im Berner Seeland abholen kommen, es ist nämlich richtig schön dort. 😊 Grüessli, Daniela PS: Vielliicht fang i scho chlii a Schwiizer Dütsch schriibä mit dir, so als Üebig 😉 Read Less

    • Janika
      to Daniela | Livricieux

      August 5, 2018 at 21:36
      Antworten

      Liebe Daniela, hahaha, ja, ein Umzug ist aber auch schon Arbeit genug! Da hat man auch alle Hände voll zu tun. Schön zu hören, dass das Berner Seeland so schön ist! Ich war bisher nur einmal dort, um unser zukünftiges Heim zu sehen und was wir durch all die Wolken […] Read MoreLiebe Daniela, hahaha, ja, ein Umzug ist aber auch schon Arbeit genug! Da hat man auch alle Hände voll zu tun. Schön zu hören, dass das Berner Seeland so schön ist! Ich war bisher nur einmal dort, um unser zukünftiges Heim zu sehen und was wir durch all die Wolken und den Regen erkennen konnten, war wirklich traumhaft. Mit Sonne ist es sicherlich nochmal schöner! Und ja! Bitte Schwiizer Dütsch! Mein Ziel ist es, dass Schweizer für mich nicht ins Schriftdeutsch switchen müssen :) Alles Liebe, Janika Read Less

  • Yvonne

    August 5, 2018 at 13:53
    Antworten

    Das war so ein schöner Post! Den habe ich super gerne gelesen und ich kann mir absolut vorstellen, wie viel Arbeit so eine Auswanderung sein kann. Nimm dir alle Zeit, halte uns auf dem Laufenden und ich bin sehr gespannt auf deinen weiteren Weg-beim Bloggen wie auch in der Schweiz. […] Read MoreDas war so ein schöner Post! Den habe ich super gerne gelesen und ich kann mir absolut vorstellen, wie viel Arbeit so eine Auswanderung sein kann. Nimm dir alle Zeit, halte uns auf dem Laufenden und ich bin sehr gespannt auf deinen weiteren Weg-beim Bloggen wie auch in der Schweiz. Alles Liebe, Yvonne :) Read Less

    • Janika
      to Yvonne

      August 5, 2018 at 21:31
      Antworten

      Liebe Yvonne, danke für deine zuckersüßen Worte! Sie freuen mich ganz doll! Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. In dem knappen Jahr, das es Zeilenwanderer gibt, ist mir das Bloggen so wichtig geworden. Ich versuche jetzt immer Blogslots in meinen Alltag einzurichten und ich bin zuversichtlich, dass […] Read MoreLiebe Yvonne, danke für deine zuckersüßen Worte! Sie freuen mich ganz doll! Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. In dem knappen Jahr, das es Zeilenwanderer gibt, ist mir das Bloggen so wichtig geworden. Ich versuche jetzt immer Blogslots in meinen Alltag einzurichten und ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird Read Less

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über mich
Janika Mielke Portrait

Hallo und herzlich willkommen auf Zeilenwanderer. Ich bin Janika und schreibe hier über Literatur und mehr. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken! Mehr über mich

Aktuelle Lektüre


Stefanie Lastmann – Die Saphirtür

Blog abonnieren

Ihr wollt mir via WordPress Reader folgen? Nichts leichter als das! Einfach Zeilenwanderer in das Suchfeld eingeben und abonnieren.

Oder ihr klickt auf diesen Link Zeilenwanderer, um direkt zu abonnieren (Eine Weiterleitung erfolgt nur, wenn ihr über WordPress angemeldet seid).

Aktuelle Beiträge

That’s why literature is so fascinating. It’s always up for interpretation, and could be a hundred different things to a hundred different people. It’s never the same thing twice.

— Sara Raasch
Instagram
Beliebte Beiträge
Archiv
Gut zu wissen

Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch gegen eine Rezension. Meine Meinung bleibt dabei jedoch immer ehrlich und unverfälscht.

Mit einem Klick auf die auf Zeilenwanderer verwendeten Links (wie bspw. Instagram) werden Daten an die Server der entsprechenden Seiten gesendet und verlassen damit diese Seite.

Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr hier und hier