Sonntagszeilen:
Auf nach Nürnberg!

 

Hallo ihr Lieben, nach einer zweiwöchigen Sonntagszeilenpause geht es endlich weiter. Die letzten Wochen war bei mir viel los – wie so oft –, sodass die Sonntagszeilen bedauerlicherweise etwas leiden mussten. Letztes Wochenende ging es so beispielsweise nach Nürnberg, wovon ich euch später im Text genauer erzählen werde. Dieser wird sich im Übrigen neben dem Leseupdate auch nur auf das letzte Wochenende beziehen. Los geht’s aber wie immer mit meiner aktuellen Lektüre.

Leseupdate

Das Leseupdate ist diese Woche – wie alles in meinem Leben aktuell – ein klein wenig chaotisch. Der Ernährungskompass und Snow Like Ashes lese ich immer noch, allerdings hat sich seit dem Rückblick auf den Monat Juni nicht wirklich viel bei diesen zwei Büchern getan, deshalb habe ich sie diesen Sonntag einmal weggelassen. Sie sind aber nicht vergessen. Der Fokus liegt zurzeit nur auf zwei anderen Büchern und vor allem einem Hörbuch, das ich über Audible höre.

sarina bowen the ivy years

Zu meiner Schande musste ich gestehen, dass ich sie nicht gleich erkannte, als ich sie sah. Sie war nur ein Mädchen auf dem Zwischengeschoss, das den Blick über die Zuschauer schweifen ließ.

— S. 169

Ende Juni erschien The Ivy Years – Was wir verbergen und es dauerte nicht lange, da zog dieses Schmuckstück bei mir ein. Da mir der Auftakt der Reihe so gut gefiel, ließ ich meine anderen Bücher links liegen und begann diese Lektüre. Was kann ich sagen? Es ist so schön wieder am Harkness College zu sein! Ich bin zwar noch nicht allzu weit, aber das Lesen bereitet mir zurzeit große Freude. Hätte ich nicht so viel andere Dinge auf dem Zettel stehen, würde ich es mir mit dem Büchlein auf der Terrasse gemütlich machen und mich erst von meinem Liegestuhl bewegen, wenn das Buch beendet ist. Im Gegensatz zu The Ivy Years – Bevor wir fallen geht es in diesem Roman nicht um Corey und Hartley, sondern um deren Freund Badger und Scarlet.

Ich habe oft Bedenken, ob ich mich mit ehemaligen Nebenfiguren als Hauptfiguren gut identifizieren kann. Ich kann euch nicht sagen, woran es liegt, aber ich habe immer Zweifel daran, ob mir eine Fortsetzung, in der dieser Switch stattfindet, so gut gefällt wie der Vorgänger. Bisher gefällt mir Was wir verbergen jedoch. Eine schöne leichte Lektüre, die unglaublich spannend verfasst ist und die dazu einlädt, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Das gefällt mir sehr.

kerrigan-byrne-victorian-rebels

Aye, Fee, du wirst dich damit abfinden müssen, die Frau eines Straßenräubers zu sein. Klingt wie ein Abenteuer.

— S. 145

Bei Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz verhält es sich etwas schwieriger. Versteht mich nicht falsch, das Lesen macht Spaß, aber ich finde es teilweise echt kitschig und ich habe das Buch mit anderen Vorstellungen begonnen. Ich dachte, es würde ein wenig mehr Tiefgang besitzen und nicht eine einfache Liebesgeschichte sein. Ein Buch, das Abenteuer bietet und in dem der Fokus nicht nur auf dem furchtbar attraktiven Schurken liegt. Aber mal schauen, ich bin ja noch nicht allzu weit und guter Hoffnung, dass sich das Blatt noch wenden wird.

Alles in allem hält sich meine Lesezeit der letzten zwei Wochen schon in Grenzen. Ich sehne mich dem Urlaub entgegen, der kommenden Freitag beginnt und der mir viel Lesezeit bereiten wird – zumindest hoffe ich das. Ich habe nun auch gar nicht nachgezählt wie viele Seiten ich tatsächlich in den letzten Wochen gelesen habe, aber beenden konnte ich kein Buch und ich tuckere entspannt durch meine aktuelle Lektüre. Dazu gehört auch ein Hörbuch, auf das ich aber nun erst im folgenden Abschnitt eingehen möchte. Dieses Hörbuch spielte letztes Wochenende nämlich eine große Rolle.

Hallo Nürnberg!

Vergangenes Wochenende war es wieder so weit und ich durfte meinen Liebsten nach zweiwöchiger Pause wiedersehen. Die Vorfreude war groß! Losgehen sollte es am Freitag mit dem Zug von Bremen über Hannover nach Nürnberg. Eine relativ lange Zugfahrt, auf die ich streng genommen wenig Lust gehabt hätte, wäre da nicht ein Hörbuch gewesen, das ich die Zugfahrt über gehört habe: Der Name des Windes von Patrick Rothfuss. Zu diesem Buch gibt es auch eine kleine Geschichte.

Nämlich habe ich Der Name des Windes im Laufe der letzten Jahre von mindestens vier Personen empfohlen bekommen. Manche waren nahezu entsetzt, dass ich das Buch noch nicht gelesen hatte. Also legte ich mir vor einigen Jahren die englische Taschenbuchausgabe zu. Die ersten zehn bis zwanzig Seiten habe ich auch angefangen, das Buch jedoch immer wieder abgebrochen, da ich sehr lange zum Lesen brauchte. Meine Ausgabe enthält leider kaum Weißfläche und der abgedruckte Text hat eine gefühlte Schriftgröße zwei. Das Lesen ist schlichtweg mühselig. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich das Hörbuch auf Audible entdeckte und so in den Genuss gekommen bin, endlich Kvothe kennenzulernen und von seinen Abenteuern zu hören.

Audible Hörbuch

Aktuell befinde ich mich im letzten Drittel des Hörbuchs und ich verstehe nun jeden entsetzten Blick, den ich erhielt, als ich sagte, ich hätte dieses Buch bisher noch nicht gelesen. Es ist so gut. Es ist einfach so unglaublich gut und ich bin während des Hörens bereits zu dem Schluss gekommen, dass ich es zeitnah lesen möchte. Gerne auch die englische Taschenbuchausgabe, sobald ich das Hörbuch beendet habe, um all die fantastischen Zitate anzustreichen, die ich bisher nur hören durfte.

Der Vorteil bei Audible für mich ist, dass man sich die Hörbücher quasi in der Cloud speichern und sie dadurch auch bequem hören kann, wenn man nicht mit dem WLAN verbunden ist. Ein großer Pluspunkt für meine Reise, denn der Hinweg war alles andere als kurz und wurde mir durch das Hörbuch wirklich versüßt.

So ging es Freitag nach der Arbeit flott nach Hause, um eine letzte große Runde mit Peony zu gehen. Die kleine Motte würde das Wochenende nämlich in Bremen bleiben – eine liebe Freundin hat auf sie aufgepasst. Nach dem Spaziergang ging es zum Bahnhof und ab nach Hannover. Leider gab es bei dieser kurzen Strecke schon einige Verspätungen, sodass ich etwas abgehetzt durch den Bahnhof sprintete, in der Hoffnung, das andere Gleis rechtzeitig zu erreichen. Ich schaffte es auch. Witzigerweise um zu erfahren, dass mein Anschluss fünfunddreißig Minuten Verspätung hatte und ich mich gar nicht hätte abhetzen müssen.

deutsche bahn

Als der Zug dann ankam, ging die große Zugfahrt los. Einmal quer durch Deutschland bitte, was mir viele wunderschöne Aussichten bereitete. Es wäre keine Zugfahrt mit der deutschen Bahn, würde es keine Störungen geben, oder? So erreichte ich Nürnberg am Abend mit über einer Stunde Verspätung und wurde dort von meinem Liebsten und seinem Bruder in Empfang genommen. Die Zugfahrt war im Allgemeinen aber echt sehr angenehm. Ich hatte keine Sitznachbarn, eine fantastische Aussicht und habe mein Hörbuch gehört. Eine Zugfahrt, die zum Träumen einlädt.

Grund für die Reise nach Nürnberg war übrigens ein Sommerfest, auf das mein Liebster und ich eingeladen waren. Nachdem wir im Hotel eincheckten, machten wir uns also auf den Weg zur Familie und genossen den restlichen Abend mit schönen Gesprächen. Am nächsten Tag ging es dann nach Nürnberg. Für mich war es das erste Mal in Nürnberg und generell, das zweite Mal in Bayern. Schön ist es dort. Mir hat es wirklich richtig gut gefallen. Den Samstagvor- und nachmittag haben wir in der Innen- und Altstadt von Nürnberg verbracht, waren ein wenig ditschern, auf der Kaiserburg und sind echt gut rumgekommen.

Den Abend haben wir dann auf dem Sommerfest verbracht, was auch sehr schön war. Es gab viele neue Gesichter und generell sehr viele neue Eindrücke. Es war einfach ein wundervoller Abend und etwas ganz anderes als sonst. Man ist rausgekommen, hat extrem lecker gegessen und ist nachts hundemüde ins Bett gefallen. Zu dem leckeren Essen muss ich auch noch kurz etwas sagen, denn das war einfach ein unglaubliches Highlight an dem Abend. Die Gastgeberin organisierte mit dem Cateringdienst Streetfood Stationen im Garten. Es gab unter anderem leckere Salate, Brot, Burger und Pasta.

Und diese Pasta! Ich habe noch nie so leckere Pasta gegessen. Es wurde nämlich eine kleine Portion gekochter Nudeln in einen riesigen Laib Parmesankäse gelegt. Dies wurde verrührt, sodass die Pasta von Parmesan umhüllt war. Dann wurde dir diese Pasta-Parmesan-Mischung auf den Teller gegeben und du durftest sie nach Belieben belegen. Es gab vier verschiedene Soßen, Tomaten, Salat, etc., das du dir mit auf den Teller legen und dir so deine perfekte Pasta zusammenstellen konntest. Es war ein Traum.

Das Wochenende verging leider viel zu schnell und nachdem wir die gemeinsame Zeit mit einem leckeren Frühstück und einem Kinobesuch ausklingen ließen, ging es zurück zum Bahnhof. Wieder stand die fast fünfstündige Fahrt nach Hause an. Eigentlich wollte ich tatsächlich lesen, aber das Hörbuch gewann letzten Endes. Im Zug sitzen und die Zeit mit einem guten Hörbuch verbringen, aus dem Fenster schauen und träumen, ist einfach eine tolle Sache. Und so verbrachte ich die fünf Stunden – dieses Mal sogar ohne eine einzige Minute Verspätung, yay! – wieder an der Seite von Kvothe und genoss ein weiteres Mal die Aussicht.

Ansonsten gibt es momentan nicht wirklich viel zu berichten. Ich bin zurzeit beschäftigt, einige Blogbeiträge für euch vorzubereiten, damit auf Zeilenwanderer Content kommt, wenn ich im Sommerurlaub bin. Dieser beginnt nächsten Freitag, weshalb es wohl wieder eine erneute längere Sonntagszeilenpause gibt. Ich schreibe die Sonntagszeilen tatsächlich immer spontan am Sonntagmorgen und werde in den nächsten zwei bis drei Wochen keine Zeit dafür haben. Ich hoffe, ihr findet das nicht allzu tragisch. Vielleicht beglücke ich euch stattdessen ja mit anderen Beiträgen! Ich wünsche euch jedenfalls einen fantastischen Start in die neue Woche mit ganz viel Sonne. Und natürlich ganz viel Zeit für die Dinge, die euch glücklich machen.

Janika Zeilenwanderer Signatur

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Comments

  • Yvonne

    Juli 11, 2018 at 10:56
    Antworten

    Liebe Janika, das Wochenende klingt SO, SO schön! Oh ja, von Zugfahrten kann ich ein Liedchen singen. Von meiner Heimat/Familie aus nach Erlangen sind es auch immer 5 Stunden. Wenn ich im Herbst wieder umziehen, werde ich mich am wenigsten auf diese langen Zug Fahrten freuen. Aber ich will mir auch […] Read MoreLiebe Janika, das Wochenende klingt SO, SO schön! Oh ja, von Zugfahrten kann ich ein Liedchen singen. Von meiner Heimat/Familie aus nach Erlangen sind es auch immer 5 Stunden. Wenn ich im Herbst wieder umziehen, werde ich mich am wenigsten auf diese langen Zug Fahrten freuen. Aber ich will mir auch Audible zulegen. :) Wohin geht es denn nochmal in den Sommerurlaub? Das hast du bestimmt schonmal erwähnt, aber ich erinnere mich im Moment nicht dran. Ich lasse dir ganz liebe Grüße da! Yvonne :) Read Less

  • Sabrina

    Juli 9, 2018 at 9:33
    Antworten

    Guten Morgen Janika, das mit den verschiedenen Streetfood-Stationen im Garten klingt wirklich sehr schön und die Pasta erst! Ich liebe Pasta! Es freut mich sehr, dass du so ein schönes Wochenende hattest und wünsche dir jetzt schon einmal einen wunderschönen Sommerurlaub. Genieße ihn! Herzliche Grüße, Sabrina

    • Janika
      to Sabrina

      Juli 10, 2018 at 19:01
      Antworten

      Liebe Sabrina, die Pasta war auch wirklich ein Traum. Und so eine geniale Idee! Danke! Ich sehne mich dem Sommerurlaub schon unglaublich entgegen

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