Sonntagszeilen:
Eine neue Routine finden

Hallo ihr Lie­ben, es ist wieder Sonn­tag und das ruft nach neuen Sonn­tags­zei­len. Mo­men­tan rast die Zeit ir­gend­wie nur so an mir vor­bei und es fühlt sich an, als hätte ich erst ges­tern die letz­ten Sonn­tags­zei­len für euch ver­fasst. Dem ist aber nicht so und wenn ich auf die letz­te Woche zurück­blicke, blicke ich auf eine gu­te Woche zurück. Und das be­trifft das Privat­le­ben als auch meinen Bücher­kon­sum. Lasst uns mit dem Lese­up­date be­ginnen.

Leseupdate

Momen­tan lese ich drei Bücher zeit­gleich, wobei jeder der Ro­mane witziger­wei­se einer be­stimmten Tages­phase ange­hört. Eins lese ich bei­spiels­weise nur im Bett, kurz be­vor ich schla­fen gehen. Ein an­de­res ist das Buch, das ich zu­erst lese, wenn mir am Tag nach lesen ist, da ich es mit einer Freun­din zu­sammen lese. Das letz­te Buch lese ich immer dann, wenn ich mit dem Ab­schnitt des Buddy­reads fertig bin, es für das andere Buch noch zu früh ist, mir aber dennoch der Sinn nach lesen steht. Ich weiß, das klingt ein wenig schräg, aber es passt gerade. Und nun zu den Bü­chern. Könnt ihr er­raten, welches Buch ich wann lese?

Samantha Joyce – Over the Moon

over the moon liebe wie im film samantha joyce

Ich erinnerte mich nicht daran, eingeschlafen zu sein. Ich wusste, dass Bax mich vom Krankenhaus nach Hause gebracht hatte.

— S. 231

Over the Moon: Liebe wie im Film lese ich mit der lieben Yvonne als Buddy­read. Die Story an sich ist ganz nied­lich, aber die Pro­ta­gonis­tin treibt Yvonne und mich lei­der et­was in den Wahn­sinn. Ich habe sel­ten eine so unsym­pathi­sche und arro­gan­te, selbst­ver­lieb­te Haupt­figur in einem Ro­man er­lebt, die sich dazu noch so un­ver­schämt anderen Men­schen gegen­über ver­hält. Man kann das Buch gut lesen, aber hin und wieder krie­ge ich dezen­te Wut­an­fälle, wenn die Prota­gonis­tin sich da­rüber be­schwert, wie man ohne Lippen­stift oder Mas­cara über­haupt ein Haus ver­lassen kann oder sich da­rü­ber äußert, wie man sich in einem Res­tau­rant wirklich be­nehmen sollte. Eine Per­son, um die ich im echten Leben einen weiten Bo­gen machen würde.

Bianca Iosivoni – Sturmtochter: Für immer verboten

bianca iosivoni sturmtochter ravensburger

Jeder Muskel in meinem Körper tat weh. Nein, falsch. Jeder Muskel, jedes Gelenk und jeder Knochen, einfach alles tat weh – und das, obwohl ich seit zwanzig Minuten in der Badewanne lag.

— S. 297

Seit den letzten Sonntags­zeilen habe ich um die sech­zig Seiten aus Sturmtochter gelesen. Ich wünsch­te, es wären mehr und das mich das Buch endlich mehr mit­reißen wür­de. Leider tut es das einfach nicht, dabei klang es so, so gut! Ich habe aber immer noch nicht die Hoff­nung auf­ge­geben, zu­mal in den letzten Seiten sehr viel passiert ist und ich glaube, dass das Grund­ge­rüst für die Hand­lung end­lich final steht. Es gab viele Hinter­grund­in­for­ma­tio­nen zu den Clans, Ava hat sich lan­ge damit be­schäf­tigt, wie furchtbar alles ist und nach­dem wir das nun alles hin­ter uns ge­lassen ha­ben, darf es gerne wei­ter­gehen mit ein bisschen mehr Pepp und Spannung. Ich bin immer noch der Mei­nung, dass sich Sturmtochter mit­unter sehr ge­zo­gen hat und hoffe, dass das alles aus gutem Grund ge­schehen ist.

Anne Reinecke – Leinsee

anne reinecke leinsee diogenes

Seit Karl bemerkt hatte, dass Tanja ihn beobachtete, fiel ihm alles, was er machte, leichter. Es fiel ihm leichter, überhaupt irgendetwas zu tun, wenn die Möglichkeit bestand, dass sie ihm zusah.

— S. 130

Das dritte Buch, das ich zur­zeit lese, ist Leinsee. Und es ist das Buch, das ich immer vor dem Ein­schla­fen lese. Kennt ihr das, wenn Bücher euch in eine ganz be­stimm­te Stimmung ver­setzen? Mir geht es mit Leinsee so. Es ist eine inte­ressan­te Mi­schung aus Me­lan­cho­lie, Hoff­nung und Be­drückt­heit. In meinen Au­gen ist dieses Buch un­glaub­lich stimmungs­ge­la­den und kein Buch für zwischen­durch.

Diese drei Bücher lassen mich in dieser Woche auf 382 gelesene Seiten kommen. Das ist eine schö­ne Zahl, zu der sich noch einige Stun­den eines Hör­buchs ge­sellen. Mit Der Name des Windes von Pat­rick Roth­fuss bin ich nun durch, des­we­gen habe ich di­rekt mit Die Furcht des Weisen weiter­ge­macht. Es war ein naht­lo­ser Über­gang und ich be­wun­dere Pat­rick Roth­fuss unge­mein für dieses Werk. Gerne hätte ich sein Ta­lent fürs Schrei­ben und Plotten. Ich glaube, an die­ses Werk wird lange nichts heran­kommen. Lest es, hört es, seid be­geis­tert.

Gedankenkrümel

Man könnte fast meinen, dass ich diese Wo­che meine Rou­tine wieder­ge­funden habe. Der Ur­laub liegt end­gül­tig hinter mir und ich star­te jeden Tag mit dem Ab­klappern meiner To Do Liste, die uns der Schweiz Schritt für Schritt näher bringt. Woh­nung auf­räumen, Be­sichti­gungen füh­ren, packen und aus­sortie­ren. Sobald mein Soll dafür er­le­digt ist, schnappe ich mir den Hund oder mein Buch, mache Sport, koche etwas lecke­res und gehe früher oder später ins Bett. Ich fühle mich zur­zeit sehr pro­duk­tiv, was ein groß­ar­tiges Gefühl ist.

Zeit für Zeilenwanderer

Produktiv war ich diese Woche auch wieder was Zeilen­wan­derer be­trifft. End­lich! Ich habe das Bloggen so sehr ver­misst und lang­sam finde ich auch da wieder in meine Rou­tine und be­ginne, auf anderen Blogs zu stö­bern. Und auch auf Zeilen­wande­rer selbst gab es eben­falls keinen Still­stand. So gab es seit den letzten Sonn­tags­zeilen zwei neue Rezen­sio­nen; einmal zu Victorian Rebels: Mein schwarzes Herz von Kerri­gan Byrne und dann zu Remember the Fun von Beck Nicho­las. Letz­te­res hat mir dabei deut­lich mehr Freu­de berei­tet, so­wohl beim Lesen als auch beim Ver­fassen der Rezen­sion. Victo­rian Re­bels zeigte mir, dass nicht jeder New Adult Roman gleich ist und das es neben so schö­nen Romanen wie Berühre mich. Nicht. oder The Ivy Years auch noch eine ganz andere Form gibt. Eine Form, die mir gar nicht zu­sagt. Zu­dem gab es für mich ein kleines Monats­blogger­high­light, in­dem der zweite rich­tige Reise­be­richt für Ir­land on­line ging. Der zwei­te Tag unseres Ur­laubs führ­te uns ins schöne Dub­lin und hier könnt ihr alles da­rü­ber lesen.

temple bar dublin

Tschüß Arbeit

Am Freitag hieß es für mich, end­gül­tig Ab­schied von der Ar­beit zu neh­men. Unsere Abriss­par­ty stand an. Den ganzen Tag über hatte ich nicht rich­tig Lust auf den Abend. Mir war nicht nach Aus­gehen und einer lan­gen Nacht. Doch wie es oft so kommt, sind die Aben­de, von denen man sich nichts er­hofft, die schöns­ten. So hatten wir einen wunder­vollen Ab­schied, eine fantas­tische Nacht mit viel Spaß. Ich hoffe sehr, dass ich das Team nicht ganz aus den Augen ver­liere und wir noch öfter die Chance ha­ben, uns zu sehen.

Apropos Schweiz

Ansonsten freue ich mich sehr auf die kommen­de Woche. Neben den oben ge­nannten täg­li­chen Er­ledi­gun­gen, ver­suche ich lang­sam, so viele Treffen wie mög­lich mit meinen Bre­mer Freun­den in die Wege zu lei­ten, damit wir uns alle noch­mal sehen, bevor es dann in eini­gen Wo­chen los­geht in die Schweiz. Apro­pos Schweiz. Mein Liebs­ter ist gestern in unser neues Zu­hause gezo­gen und die Vor­freude auf die Schweiz wächst ge­fühlt minüt­lich. Vor allem wenn man nun auch noch mit Ein­drücken aus den neuen vier Wän­den bom­bar­diert wird und alles immer mehr Ge­stalt an­nimmt. Ich ver­bringe fast täg­lich enorm viel Zeit auf sozia­len Me­dien und schaue mir Fotos, Videos und Reise­berich­te über die Schweiz an. Ich weiß, dass ich Bre­men mit einem lachen­den und einem weinen­den Auge ver­lassen werde, aber das lachen­de über­wiegt. Und nun wünsche ich euch noch einen gran­dio­sen Sonn­tag und einen schönen Start in die neue Woche!

Janika Zeilenwanderer Signatur

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Letzter Post: Kerrigan Byrne – Victorian Rebels: Mein schwarzes HerzNächster Post: Tomi Adeyemi – Children of Blood and Bone

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Comments

  • Miriam

    August 13, 2018 at 13:06
    Antworten

    Liebe Janika, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Deine Sonntagszeilen in den letzten Wochen nicht regelmäßig gelesen habe und nun bei dem Stichwort Schweiz direkt die Stirn gerunzelt habe. Nachdem ich nun also fleißig nachgeholt habe, was ich verpasst habe und auf dem aktuellen Stand bin möchte ich Dir […] Read MoreLiebe Janika, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Deine Sonntagszeilen in den letzten Wochen nicht regelmäßig gelesen habe und nun bei dem Stichwort Schweiz direkt die Stirn gerunzelt habe. Nachdem ich nun also fleißig nachgeholt habe, was ich verpasst habe und auf dem aktuellen Stand bin möchte ich Dir meinen größten Respekt für eure Entscheidung aussprechen und Dir bzw. euch alles Gute für die Zeit in der Schweiz wünschen! ♥ In Zukunft werde ich Deinen Blog wieder aufmerksamer verfolgen, gerade die Weltenwanderer-Kategorie. :-) Liebste Grüße, Miriam Read Less

    • Janika
      to Miriam

      August 14, 2018 at 12:55
      Antworten

      Liebe Miriam, ach, das ist ja gar kein Problem. Ich hinke zurzeit selbst stark mit dem Lesen anderer Blogs hinterher. Solche Phasen hat man ja einfach mal. Es freut mich aber umso mehr, dass du das nun ändern möchtest (ich auch!!). Vielen Dank auch für deine Wünsche. Das ist ganz […] Read MoreLiebe Miriam, ach, das ist ja gar kein Problem. Ich hinke zurzeit selbst stark mit dem Lesen anderer Blogs hinterher. Solche Phasen hat man ja einfach mal. Es freut mich aber umso mehr, dass du das nun ändern möchtest (ich auch!!). Vielen Dank auch für deine Wünsche. Das ist ganz lieb von dir! Alles Liebe, Janika Read Less

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